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Migration nach Stata unter Linux

von Peter Müßig-Trapp

Sanfte Migration mit Terminal Clients

Während des Business & Behördenkongresses auf dem Linuxtag 2006 berichteten Peter Müßig-Trapp und Holger Kettler (Hochschul-Informations-System (HIS) GmbH) von ihren Erfahrungen zur Migration nach Stata unter Linux. Der Beitrag richtete sich vor allem an die Entscheider in kleineren und mittleren Betrieben bzw. Behörden. Gezeigt wurde, dass Terminalserver-Konzepte eine sanfte Teilmigration nach Linux möglich machen, die mit vertretbarem Aufwand auch in kleineren und mittleren Umfeldern realisiert werden können. Der Vortrag stellte keine völlig neuen Lösungen vor, sondern berichtete über die Implementation und den Betrieb eines Applikationsserverclusters für etwa 40 Arbeitsplätze, das seit drei Jahren im Produktionsbetrieb ist. Durch Kombination einer Reihe von Open Source-Produkten (heartbeat, linux virtual server, drbd, nx) aber auch kommerzieller Software (STATA, nx server) konnte eine stark verbesserte Leistung bei gleichzeitig deutlich geringeren Kosten erreicht werden.

In der Forschungsabteilung von HIS wurden über lange Zeit statistische Auswertungen mit SPSS durchgeführt, zuletzt mit einer Version für Windows-PCs. Mitte des Jahres 2002 wurde erstmalig über eine Migration nachgedacht. Auslöser war die Forderung der Firma SPSS, die jährlich zu entrichtenden Lizenzgebühren innerhalb von drei Jahren zu verdreifachen. Hinzu kam eine schon länger bestehende Unzufriedenheit sowohl mit der Quailtät der Software als auch mit dem Support durch SPSS.

Von der EDV-Gruppe der Abteilung wurde eine Konzept erarbeitet, dass den Anwendern insgesamt nicht weniger als drei Migrationen zumutete:

Erstens die Migration der Statistiksoftware von SPSS auf STATA: STATA ist wesentlich kostengünstiger als SPSS, gleichzeitig aber nach eigener Einschätzung und auch nach Einschätzung z. B. von Mitarbeitern von ZUMA (Zentrum für Umfragen, Methoden, Analysen) in wesentlichen Bereichen deutlich leistungsstärker.

Zweitens eine Migration von der Arbeit auf einem Arbeitsplatz-PC zu einer Arbeit auf einem Terminalservercluster: Die EDV-Gruppe versprach sich hiervon eine erleichterte Administrier- und Wartbarkeit der Software, eine Verbesserung der Datensicherung durch Zentralisierung, eine höhere Ausfallsicherheit, eine einfachere Skalierbarkeit (Erhöhung der Ressourcen ben Bedarf) sowie die Möglichkeit, einzelnen Anwendern bei Bedarf sehr große Leistungsreserven zur Verfügung stellen zu können. Bestimmte statistische Verfahren benötigten sehr viel Arbeitsspeicher (4 Gigabyte und mehr).

Drittens eine Migration von der Arbeit unter Windows zur Arbeit unter Linux. Ziel der Migration von Windows nach Linux war es natürlich einerseits, Kosten zu reduzieren und bestehende Abhängigkeiten abzubauen. Entscheidend waren aber Qualitäts- bzw. Stabilitätsgesichtspunkte. Nach Einschätzung der EDV-Gruppe spricht die jahrzehntelange Erfahrung mit Multiuser-Systemen unter UNIX/Linux für deren Einsatz als Betriebssystem für ein Terminalservercluster.

Im Vortrag soll einerseits das Konzept und seine Realisierung vorgestellt werden. Andererseits sollen aber auch über Probleme berichtet werden, die zu manchen Änderungen bei der Implementation der technischen Details zwangen.

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Über den Autor

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Über den Autor:

Peter Müßig-Trapp ist Gruppenleiter in der Abteilung Hochschulforschung von HIS Hochschul-Informations-System und verantwortlich für die EDV-Gruppe der Abteilung, für Online-Befragungsforschung (u. a. mit den Online-Panel HISBUS) sowie für das Informationssystem ICE (ein webbasiertes Informationssystem zur Unterstützung von Hochschulplanung und Hochschulpolitik). Mit der Veröffentlichung des Buches "Datenbanken unter Linux" (mitp) hat er sich im Jahr 2000 das Recht erkämpft, sich als Sozialwissenschaftler zu IT-Fragen äußern zu dürfen. Auf verschiedenen Tagungen hält er Vorträge zu Informationssystemen (z. B. EUNIS European University Information Systems 2003) sowie zu Online-Forschung (z. B. GOR German Online Research 2004, 2006).

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